Chronik der FF - Niederwölz beginnt im Jahre 1920 Bei der Gemeinderatsversammlung am 11. Juli 1920 wurde unter Bürgermeister Stütz beschlossen eine Freiwillige Feuerwehr in Niederwölz zu gründen. Erster Kommandant (Hauptmann) war Anton Pschenitschnigg (ehemals Kaufhaus Plank). Folgende Personen waren Gründungsmitglieder der FF- Niederwölz:   Die Gründungsmannschaft der Feuerwehr Niederwölz 1.Hauptmann: Anton Pschenitschnigg 2.Hauptmann: Konrad Mark Zahlmeister: Georg Schwarz Schriftführer: Ferdinand Schober Spritzenzugführer: Josef Hasler und Leopold Wolf Spritzenrohrführer: Leonhard Galler und Johann Denk Steigerzugsführer: Anton König Hornist: Hermann Pressinger Weitere Mitglieder: Gabriel Mark, Jakob Gruber, Othmar Dolleschall,  Friedrich Kreis, Rudolf Bacher, Franz Hartleb, Ludwig Hermann, Johann  Faschingbauer, Hans Pschenitschnigg, Konrad Reiter, Georg Schwaiger,  Julius Gruber                                                     Die Ausrüstung unserer Feuerwehr bestand im Jahre 1922 aus einer Holzleiter, einem Leiterwagen und einer  Fahrerspritze.   Im Jahre 1924 wurde unter Hauptmann Pschenitschnigg beschlossen ein Rüsthaus neben dem heutigen   Gemeindeamt zu errichten. Bei diesem ersten Rüsthausbau (ein zweiter sollte folgen) übernahm der damalige  Kommandant Anton Pschenitschnigg und Herr Konrad Mark die Bauaufsicht. Die Gemeinde stellte die  erforderlichen finanziellen Mittel für dieses Rüsthaus zur Gänze zur Verfügung.  Am 7.7.1929 wurde erstmals der Bezirksfeuerwehrtag in Niederwölz abgehalten, ein weiterer fand am 15.5.1955 statt. Zur damaligen Zeit wurden die Feuerwehrkameraden in unserem Ort mittelsKirchenglocken und dem Signalhorn zu den zahlreichen Einsätzen gerufen. Während der Kriegsjahre nahmen die Frauen die Agenden der Feuerwehr wahr, indem sie so wie ihre Männer fleißig übten und im Falle des Falles ebenso zur Stelle waren. Der damalige Wehrhauptmann Franz Pacher, welcher über 20 Jahre das Kommando inne hatte, führte die Ausbildung und die Übungen mit den Frauen wöchentlich durch. Der technische Fortschritt machte auch vor dem Feuerwehrwesen keinen Halt und die Anforderungen an Mannschaft und Gerät stiegen ständig. Um diesen immer höher werdenden Anforderungen entsprechen zu können wurde 1957 ein Kleinlösch-fahrzeug in Form eines Jeeps der Firma Rosenbauer angekauft. Es sollte an dieser Stelle angemerkt werden, dass dieses Fahrzeug bis zum Jahr 1998 im Dienste der FF- Niederwölz stand. Willys Jeep Baujahr 1952 war bei der FF- Niederwölz von 1957 bis 1998 im Einsatz und konnte bei zahlreichen Waldbränden durch die Geländegängigkeit sehr gute Dienste leisten. Als Ergänzung für den Jeep wurde von Kamerad Heinz Trebsche ein Anhänger für diverse Zusatzausrüstung gebaut und in Dienst gestellt. Unter dem damaligen Wehrhauptmann Sebastian Steiner nahmen unsere Kameraden am 17.6.1961 zum ersten Mal an einem Feuerwehrleistungsbewerb teil. Der Bewerb wurde in Katsch an der Mur durchgeführt. Folgende Kameraden erwarben im Zuge dieses Bewerbes das Leistungsabzeichen in Bronze: Matthias Zechner, Martin Hendel sen., Helmut Taferner, Karl Regula sen, Albert Pacher, Peter Taferner, Franz Marchl. Nun hatte man eine gute Ausrüstung und Ausbildung, doch die Feuerwehr hatte mit Platzmangel in ihren Fahrzeugen zu kämpfen. So entschied man sich im Jahre 1963 einen Mannschaftswagen (Ford- Taunus) von der Firma Haberkorn anzukaufen. Die Segnung dieses Fahrzeuges fand am 3.5.1964 im Schulhof statt. Im Jahre 1974 brachte Kamerad Horst Sapper im Zuge einer Vollversammlung den Vorschlag, die Niederwölzer Jugend anzusprechen und ihr den Zugang zur Freiwilligen Feuerwehr in Form einer Jugendgruppe zu ermöglichen. Aus diesem Vorschlag heraus entwickelte sich in weiterer Folge die Feuerwehrjugend Niederwölz. Am 15.2.1975 übernahm, auf Grund des überraschenden Todes des Hauptmanns Sebastian Steiner, Horst Sapper die Führung der Wehr. Insgesamt hatte Horst Sapper 26 Jahre das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr inne. Aufgrund der steigenden Mannschaftsstärke sowie des immer größer werdenden Aufgabenbereichs entschloss man sich im Jahre 1978 zum Ankauf eines weiteren Kleinlöschfahrzeuges in Form eines Toyota Jeeps. Die FF- Niederwölz orientierte sich stets an einem Höchstmaß an Sicherheit fürdie eigenen Kameraden. Aus diesem Grund kaufte die Freiwillige Feuerwehr Niederwölz im Jahre 1976 zugleich mit der FF- Neumarkt 3 schwere Atemschutzgeräte an. Dies waren übrigens die ersten Atemschutzgeräte in unserem Bezirk. Auf Grund der Baufälligkeit des alten Rüsthauses (vor allem Schlauchturm) wurde beschlossen, ein neues moderneres Rüsthauszu bauen. Besondere Verdienste im Zusammenhang mit dem Rüsthausbau erwarben sich die Kameraden Rudolf Schaupper und Max Hansmann. Im Jahr 1987 wurde wieder wegen der ver- alteten Kfz- Ausstattung ein neues Kleinlöschfahrzeug mit Allrad und einer Tragkraftspritze der Firma Lohr- Magirus angekauft. Dieses Fahrzeug war am neuesten Stand der Technik und bot der Freiwilligen Feuerwehr einige neue Möglichkeiten. Es ist bis zum heutigen Tag bei der FF- Niederwölz im Einsatz und wird es auch sicherlich noch einige Jahre sein. Die Fahrzeugsegnung fand im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes vor dem neuen Rüsthaus statt. Auch der Mannschaftstransportwagen (Ford- Taunus) hatte seine Schuldigkeit im Dienste der Feuerwehr getan und musste ebenfalls ersetzt werden. So beschloss man im Jahre 1989 den Ankauf eines neuen Mannschaftstransportfahrzeuges. Dieser Bus wurde mit einer Lautsprecher und einer Funkanlage bestückt. Die Fahrzeugsegnung fand im Zusammenhang mit dem 70- jährigen Bestandsjubiläum abermals vor dem neuen Rüsthaus am 19.5.1990 statt. Aufgrund des ins Alter gekommenen Toyota Mannschaftsbuses wurde er 2006 nach 20 Jahren durch einen VW Bus ersetzt. Das neue  Mannschaftstransportfahrzeug wurde im Zuge einer Bezirks – Sammelausschreibung (zur Kostenreduktion) angekauft. Das neue MTFA entspricht den neuesten Standards. Durch die steigende Anzahl der technischen Einsätze (ca. 85%), den erhöhten Platzbedarf durch den Mannschaftsstand und den Umstand, dass die FF- Niederwölz in eine höhere Ausstattungs-kategorie gefallen ist , hat sich das Kommando gemeinsam mit der Gemeinde unter Bgm. ÖR Max Lercher und nach Absprache mit dem Bezirksfeuerwehrkommando sowie der FF-Oberwölz entschlossen, ein Rüstlöschfahrzeug anzukaufen. Die Wahl des Fahrzeuges fiel nach langwierigen Verhandlungen auf ein Fahrgestell der Fa. MAN mit 286 PS,den Aufbau lieferte die Fa. Rosenbauer aus Linz/Leonding. Dieses Fahrzeug umfasst neben der Ausstattung eines normalen      Tanklöschfahrzeuges, wie einen Wassertank mit 2000 Liter, einer Einbaupumpe mit Schnellangriffseinrichtung, Schlauchmaterial, wasserführende Armaturen, Schaumausrüstung, Atemschutzausrüstung usw. zahlreiche zusätzliche technische Gerätschaften. Schon Ende der siebziger Jahre wurde der Wunsch nach einem neuen Rüsthaus laut und man begann sich nach einem geeigneten Bauplatz umzuschauen. Nach zahlreichen Prüfungen der verschieden Angebote entschloss man sich für das Grundstück an der West - Ausfahrt von Niederwölz, welches vom Kamerad Johann Graggober angeboten wurde. DasGrundstück wurde gekaurf und somit war der Grundstein gelegt Der Rohbau, den die Firma Zechner aus Scheifling ausführte, konnte im Herbst 1984 fertiggestellt werden. Die Fertigstellung war für 1985 geplant und ist auch im September 1985 erfolgt, sodass im Oktober die Umsiedelung durchgeführt werden konnte. Die Aufstellung und Meldung zum 1.Appell im neuen Rüsthaus fand im Oktober 1985 statt. Die Rüsthaussegnung fand im Juni 1986 im Beisein des damaligen Landeshauptmannes Josef Krainer statt. Bezirkshauptmann Hofrat Hartinger, die 3 Abgeortneten zum steirischen Landtag Ritzinger, Ofner und Weilharter waren ebenfalls als Ehrengäste anwesend. Aufgrund des Platzmangels im bestehenden Rüsthaus wurde im Herbst 2006 der Entschluss für einen Rüsthaus - Zubau getroffen. Nach intensiver Planungsphase und Vorbereitung konnte man im April 2007 mit den Aushubarbeiten beginnen. Das Betonieren der Bodenplatte wurde im Mai durchgeführt. Nun wartete man auf den Rohbau. Die Firma Rauter erhielt diesen Auftrag und konnte im Juni die Betonierarbeiten im Werk und das Aufstellen der Fertigteile zu Ende bringen. Die Zimmerer  Arbeiten wurden von der Firma Galler aus Teufenbach durchgeführt. Für die Spenglerei - Arbeiten wurde die Firma Hasler aus Scheifling beauftragt. Nun waren noch zahlreiche Kleinarbeiten durchzuführen. Elektrische Installation durch Mitwirkung der Stadtwerke Murau sowie die Installation der Heizung durch die Firma Miedl aus Oberwölz. Auch die Eigenleistung mit 1700 Stunden kann sich durchaus sehen lassen. Der Zubau konnte 2007 in Betrieb genommen werden. Nun konnte man sich über eine hervoragend eingerichtete Atemschutz Werkstätte sowie eine Werkstätte für Rperaturarbeiten freuen und man hat auch Platz für die alten Pumpen und den alten Löschwagen  Die offizielle Übergabe mit Segnungsfeier hat mit einem Rüsthausfest am 27.04.2008 stattgefunden.Eine besondere Auszeichnung im Rahmen der Einwiehung wurde dem Geschäftsführer der Fa. Rauter Fertigteilbau Johann Ramsbacher zuteil, er erhielt die Florianiplakete in Bronze für seine Unterstüzung und beim Rüsthauszubau.   Fahrerspritze aus 1920    Anton Pschenitschnigg      Die Mannschaft 1920  Gründungskommandant    vor dem alten Rüsthaus Der Willy’s Jeep war bis 1998 im Einsatz EHBI Horst Sapper hatte das Kommando 26 Jahre inne. Das KLFA is heute noch im Einsatz der Feuerwehr Niederwölz Das MTFA ist seit 2006 im Dienste der Feuerwehr Niederwölz Für Technische und Brand - Einsätze ist das RLFA geeignet-  seit 2002 im Fuhrpark der Feuerwehr Niederwölz Der Rüsthausbau vom Aushub  bis zur Einweihungsfeier Die Einweihung bei strahlenden Sonnenschein mit den Vereinen des Ortes   Spruch des Monats Allen ist das Denken erlaubt, vielen bleibt es erspart. Zitat: Kurt Goetz